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Historisches Fundstück kehrt zurück: Standarte des Reitercorps von 1936 wiederentdeckt

Bei der Jahreshauptversammlung des Bürger-Schützen-Vereins Kapellen gab es einen besonderen Moment, der die Verbundenheit mit der Vereinsgeschichte eindrucksvoll unterstrich.

Bei der Jahreshauptversammlung des Bürger-Schützen-Vereins Kapellen gab es einen besonderen Moment, der die Verbundenheit mit der Vereinsgeschichte eindrucksvoll unterstrich. Präsident Marcus Schmitz berichtete von der erfolgreichen Wiederentdeckung der Originalstandarte des Reitercorps, das 1936 gegründet und Mitte der 1950er Jahre aufgelöst wurde.

Das Reitercorps war einst ein stolzer Bestandteil des Vereinslebens, doch mit dem Wandel in der Landwirtschaft verschwanden die Pferde – und mit ihnen die Standarte. Jahrzehntelang galt sie als verschollen.

Bereits in den 1980er Jahren gab es einen erfolglosen Versuch, das historische Stück zurückzuholen. Erst ein Gespräch beim Neujahrsempfang der Stadt Grevenbroich brachte die entscheidende Wendung: Der damalige Schützenkönig Bernd II. Giesen und seine Königin Marlies Rombey erinnerten sich, dass die Standarte bei ihnen zu Hause hing.

Mit viel Fingerspitzengefühl gelang es, die mittlerweile 89 Jahre alte Standarte zurück in den Besitz des Vereins zu bringen. Sie wird künftig in der Ratsschänke sichtbar präsentiert und damit wieder ein lebendiger Teil der Vereinsgeschichte. „Wir haben damit nicht nur ein Stück Stoff zurück, sondern ein Stück unserer Geschichte bewahrt“, betonte Schmitz und dankte Bernd Giesen und Marlies Rombey für ihre Offenheit und ihr Vertrauen.

Die Wiederentdeckung ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Traditionen gepflegt und lebendig gehalten werden können – ganz im Sinne des Vereinsmottos: „Tradition erhalten, aber auch Neues gestalten.“

P.S.: Das letzte Bild wurde links neben Café Pesch, ehem. Gärtnerei, aufgenommen (im Hintergrund ist der Saal der Gaststätte Broich zu sehen)